Mit einer aktuellen Entscheidung hat das LG München die Methode zur Berechnung des Durchschnittswerts einer großen Bewertungsplattform im Internet überprüft und diese für unzulässig erklärt (LG München, Urteil vom 28.04.2026, 33 O 5016/25, noch nicht rechtskräftig).
Dem Verbraucher steht kein Widerrufsrecht zu, wenn er vor dem außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag ein Angebot erhalten hat, das er eingehend prüfen konnte, er danach außerhalb von Geschäftsräumen das Angebot nachverhandelt, um vom Unternehmer in dieser Situation ein abgeändertes, günstigeres Angebot erhält, das er umgehend annimmt.
Mit Urteil vom 12. Februar 2026 (Az. 223 C 6838/25) hat das Amtsgericht München entschieden, dass ein Hundehalter keinen Ersatz für Schäden an seinem Fahrzeug verlangen kann, wenn ein Zusteller aus Angst vor mehreren auf ihn zulaufenden Hunden eine spontane Ausweichreaktion zeigt. Nach Auffassung des Gerichts fällt eine hierdurch ausgelöste Fluchtreaktion in den Verantwortungsbereich des Tierhalters.
Die Ausgestaltung von Probezeitvereinbarungen in befristeten Arbeitsverhältnissen ist seit der Neufassung des § 15 Abs. 3 TzBfG Gegenstand arbeitsgerichtlicher Auseinandersetzungen. Mit Urteil vom 30.10.2025 (Az. 2 AZR 160/24) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) nunmehr zentrale Leitlinien zur Auslegung des dort normierten Angemessenheitsmaßstabs entwickelt und zugleich einer schematischen Betrachtungsweise eine Absage erteilt.
Kann ein Vermieter nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Mieters die Wiederauffüllung einer im Insolvenzverfahren in Anspruch genommenen Mietsicherheit verlangen? Diese Frage hatte das OLG Rostock zu klären (Urteil vom 23.10.2025 – 3 U 54/25).